05.09.2016

So hat Hanna Weiler das 13. UniCamp 2016 an der Saar-Uni erlebt

Hanna Weiler beim Experimentieren mit flüssigem Stickstoff.
Hanna Weiler (rechts) untersucht in der Materialwissenschaft, was alles in Handys steckt.


Hanna, wie bist Du auf die Idee gekommen, beim UniCamp für Schülerinnen mitzumachen?


Meine Mutter hatte im Internet eine Anzeige gefunden und mich darauf aufmerksam gemacht. Meine Tante hat dann für mich recherchiert. Insofern hatte ich schon eine Vorstellung, was mich dort erwarten würde.

Wie hat Dir das UniCamp 2016 gefallen?

Das UniCamp hat mir super gefallen. Hätte ich die Möglichkeit, würde ich es wieder machen. Auf jeden Fall würde ich es anderen Mädchen weiterempfehlen. Eine Woche an der Saar-Uni hat meine Einstellungen, Ansichten und Erwartungen völlig verändert. Dadurch, dass wir jeden Tag andere naturwissenschaftliche oder technische Fächer vorgestellt bekamen, merkte ich, wie viele Möglichkeiten ich bei der Wahl meines Studienfachs eigentlich habe.

Hat das UniCamp-Programm Deinen Erwartungen entsprochen?

Mir war nicht klar, dass wir so viel Praktisches machen werden. Am Anfang dachte ich, dass wir jeden Tag nur Vorträge hören. Aber zusätzlich konnten wir das, was wir in der Theorie neu gelernt hatten, anhand von Versuchen gleich umsetzen. Die Professorinnen und Professoren und die Studierende waren stets freundlich und haben uns immer geholfen, wenn wir mal nicht weiterwussten.

Hast Du Neues dazu gelernt bzw. Einblicke in Fächer erhalten, die Du vorher nicht kanntest?


Ich habe sehr viel dazu gelernt! Ein paar Sachen hatte ich zwar schon in der Schule durchgenommen, aber es war gut, dieses Vorwissen zu stabilisieren und zu erweitern. Viele Fachbereiche kannte ich auch gar nicht. Früher wollte ich unbedingt Medizin studieren, aber beim UniCamp habe ich viele verwandte Fächer wie zum Beispiel Biophysik oder Bioinformatik kennengelernt. In der Schule zählte Physik nicht wirklich zu meinen Lieblingsfächern, aber jetzt bin ich ganz anderer Meinung. Ich habe gesehen, was mich in der Uni in diesem Fach erwarten würde, und durch die Studierenden, die uns von ihrem Studium erzählten, gewann ich einen spannenden Eindruck vom Fach.

Kannst Du dir vorstellen, später ein naturwissenschaftlich-technisches Fach zu studieren?

Insbesondere durch unseren Besuch in der Molekularen Medizin am Uni-Klinikum in Homburg ist mir noch klarer geworden, wie sehr ich Medizin studieren möchte. Ich könnte mir aber auch vorstellen, ein verwandtes Fach wie Biophysik zu studieren - wie ein Gecko an der Wand haften bleibt und Forscherinnen und Forscher diese Technik für praktische Anwendungen umsetzen, war faszinierend.

Hast Du nette Leute kennen gelernt?


Alle Mädchen im Camp waren nett - ohne Ausnahmen! Ich habe enge Freundschaften im UniCamp geschlossen und werde mich die nächsten Ferien bestimmt mit meinen neuen Freundinnen treffen. Nie stand jemand alleine herum, wir waren immer alle zusammen, und durch die vorgegebenen Gruppen waren auch die, die mit ihren eigenen Freundinnen gekommen waren, „gezwungen“, mit anderen Leuten zu arbeiten. Auch die Betreuerinnen waren ganz toll.

Was würdest Du zukünftigen Camp-Teilnehmerinnen mit auf den Weg geben?


Ich würde ihnen sagen: Seid nicht scheu, Fragen zu stellen, denn dafür seid ihr ja beim Camp - und seid nicht zu schüchtern, andere Mädchen anzusprechen, etwas mit euch zu unternehmen. Denn ich versichere euch, ich für meinen Teil habe einige neue Freundinnen gefunden!

Fotos: Koordinationsstelle Gender Equality MINT


09.08.2016

UniCamp-Teilnehmerinnen berichten: "Am besten gefallen hat mir..."


„... wie vielfältig das Angebot war und dass wir so viele unterschiedliche Sachen gemacht haben. Bei einigen Fächern hab ich mir am Anfang gedacht: Was soll das jetzt sein? Und am Schluss fand ich diese Fächer am interessantesten.“
Amelie Urig







„... dass wir erklärt bekommen haben, was uns bei den verschiedenen Fächern im Studium und Beruf erwartet. Dadurch haben wir mehr Klarheit, in welche Richtung wir gehen und auf was wir uns spezialisieren können.“
Merle Rietz






„... das Programm der Informatik und der Cybersicherheit. Das habe ich nicht erwartet. Eigentlich wollte ich etwas anderes studieren, aber jetzt denke ich über Informatik nach.“
Alicia Jochum







„... dass wir in so viele verschiedene Fächer einblicken und dadurch viele Aspekte sehen konnten. Jetzt weiß ich besser, was mir gefällt und was nicht. Mich hat auch überrascht, wie gut mir die Bioinformatik gefallen hat.“
– Marie Hagenbourger






„... das Uniklinikum in Homburg, wo wir im Labor aus Speichel DNA-Proben entnommen haben. Und wir haben dort Speiseeis gemacht, das war lecker.“
Janina Ege





Fotos: Koordinationsstelle Gender Equality MINT



Bericht Unicamp 2015


Jedes Jahr nehmen 40 Schülerinnen am Unicamp teil und gehen nach der Woche begeistert und mit vielen neuen Eindrücken wieder nach Hause. Hier findet ihr einen Bericht einer Teilnehmerin aus dem Jahr 2015:

"Im vergangenen Jahr habe ich mit zwei meiner Freundinnen vom 10. bis zum 14. August 2015 am 12. Uni-Camp für Schülerinnen an der Universität des Saarlandes teilgenommen. Mir persönlich hat die Woche super gefallen, auch wenn mich die MINT-Fächer [Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik] in der Schule bisher nicht wirklich begeistern konnten.

Uns Schülerinnen wurden vielfältige Aspekte der naturwissenschaftlichen und technischen Fächer gezeigt. In der Schule lernt man meistens nur die Formeln und wofür sie verwendet werden, aber während dieser fünf Tage konnten wir erfahren, was man in der Praxis damit alles anstellen kann. Die verschiedenen Experimente haben mir gezeigt, dass Naturwissenschaft und Technik auch sehr viel Spaß machen kann. Die besten Erfahrungen waren meiner Meinung nach, dass ein Chemiker ein Eis aus Flüssiggas gemacht hat, das dazu noch sehr lecker geschmeckt hat. Wir haben einen Roboter programmiert und ihn zum Fahren und Reden gebracht und nebenbei sehr viele neue Leute kennengelernt.

Ich kann nur empfehlen, selbst am Uni-Camp für Schülerinnen teilzunehmen, egal ob man sich für MINT-Fächer interessiert oder nicht. Ich denke, jede kommt mit mindestens einer tollen Erfahrung nach Hause.

Neben dem Kursprogramm in den Hörsälen und Laboren hatten wir immer auch ein wenig Zeit für uns. Abends gab es verschiedene sportliche und kulturelle Aktivitäten zur Auswahl. Die studentischen Betreuerinnen waren alle sehr nett, lustig und offen. Morgens und abends haben wir in der Sportler-Mensa an der Landessportschule gegessen und mittags in der großen `Studierenden´-Mensa, was auch eine coole Erfahrung war."

Bericht: Pauline Diehl, Schülerin am DFG Saarbrücken und Unicamp-Teilnehmerin 2015

Foto: Iris Maurer